Rarität (Riva)* 6.6.2009            
                                                            

                          
                                                                                                    Rosenkavalier Westf.*80
                                                            Rubinstein Westf.*86
                                                                                                    Antine
Westf. *72
                    Rohdiamant Oldbg. *1990
                                                                                                    Inschallah AA. *68
                                                            Elektia V Oldbg.*75
                                                                                                    Elektia Oldbg.*62

                                                                                                    Florestan Rheinl. *86
                                                            FidermarkWestf. *92
                                                                                                    Watonga Hann. *85
                    Fannie Mae Rheinl. *03
                                                                                                    Frühlingsball Westf. *70
                                                            Feodora Rheinl. *91
                                                                                                                                                                         Rebecca Rheinl. *80


    
Mutterstamm:
die Mutter Fannie Mae war Prämienfohlen a.d. Fohlenschau Heinsberg, Juli 2003 - Silbermedaille
SLP Telgte, 13. Juni 2006 - Platz 2, Wertnote 7,97
Einzelnoten: Trab 8,0  Galopp 8,5  Schritt 7,5  Rittigkeit Richter 8,0  Rittigkeit Fremdreiter 8,5  Freispringen 7,5
zum Ursprung des Stutenstammes der Fannie Mae
Fannie Mae ist die fünfte von 5 Vollgeschwistern von Fidermark, die alle mit der Fohlenprämie ausgezeichnet wurden, darunter Auktionsfohlen
Vollbruder Fair Play*2002 Rheinischer Reitpferdechampion 2005
Vollschwester Fabrice*1998 SLP Telgte Platz 1, Wertnote 8,39
Einzelnoten: Trab 8,5  Galopp 8,5  Schritt 8,0  Rittigkeit Richter 9,0  Rittigkeit Fremdreiter 8,5  Freispringen 8,0
Riva ist Halbschwester zu Sawadee *2008 (Oldbg. Prämienfohlen) und Sansibar *2007 - Prämienfohlen, Auktionszulassung, Hengsthaltung Schockemöhle  

Gedanken zur Hengstwahl: warum Rohdiamant?

                                                                 

Mitternacht - ein tiefer Traum.
Das Telefon schellt - ein Traum?
Es sollte ein wahrgewordener Traum werden:
Fannie hat ein Stutfohlen von Rohdiamant geboren!

Eine schwarze Perle, eine echte Rarität - ich bin überglücklich!
Fünfzehn Tage vor der Zeit, es musste einfach ein Stutfohlen sein!
Ein pralles Euter trug Fannie schon eine Weile mit sich herum, die Zeit war einfach gekommen - gestern dann Harztropfen und reichlich davon - abends eine aufgewühlte Fannie die ruhelos durch die Box läuft - das erste Füsschen war schon sichtbar bevor sie sich überhaupt hinlegte - es folgte eine Bilderbuchgeburt und eine ganz und gar eifersüchtige Fannie die nichts und niemanden an ihre kleine Tochter liess - heute morgen durfte ich mich dann in Ruhe zu den beiden in die Box setzen und einfach nur geniessen ...
Mein bunter Vogel:
du bist grossartig!    




15.6.2009

Seit heute sind Fannie und Riva in der grossen Stuten- und Fohlenherde integriert - sieben Stuten und Fohlen und ein lustiges buntes Treiben - ich kann gar nicht genug davon kriegen!
Anbei aktuelle Fotos vom heutigen Tag, die kleine Rarität entwickelt sich prächtig!
Mehr Fotos gibt es in ihrem Fotoalbum (s.u.).

                                                      
                                                                     


4.12.2010

Schon lange trägt die kleine Rarität bei mir den Gebrauchsnamen "Luzifee" - abgeleitet von Luzifer, denn ein schwarzes Teufelchen ist sie mitunter durchaus. Ein unglaublich selbstbewustes kleines Pferdchen, das von Beginn an unbeeindruckt seine eigenen Wege geht. Und das bereits im zarten Fohlenalter.
So begab es sich im Sommer 2009 manches Mal, als die Stuten und Fohlenherde auf der Wiese neben dem Wäldchen stand, dass die kleine Rarität plötzlich verschwunden war. In grösster Sorge machte ich mich dann auf die Suche nach meinem verschollen geglaubten Fohlen. Nur um sie dann in grösster Selbstverständlichkeit am Waldesrand jenseits des Zaunes plötzlich aus dem Dickicht auftauchen zu sehen, kurz "Witterung" nehmend (ich schwöre, sie nahm "Witterung" auf und prüfte ob auch niemand sie beobachtet...) um schwupps, in ebenso grossem Selbstverständnis das hübsche Köpfchen durch die Litze steckend -schwupp dich- einfach durch den Zaun zurück in die Weide zu schlüpfen. Die Litze steht unter Strom, das hat die kleine Luzifee nicht wirklich gestört. Teuflisch eben...
Ich sass auf der Wiese und war sprachlos. Und es dauerte nicht lange, da wurde es der kleinen Luzifee offensichtlich wieder langweilig und schwupps - Köpfchen durch die Litze - ab in den Wald. Weg war sie.
Hätte ich es nicht selber gesehen ich hätte es nicht geglaubt.
Dieses gelassene Selbstverständnis war einfach unglaublich.
Sie hat es sich bis heute erhalten und treibt meine Stutenfee durch ihren unbeirrbaren Eigensinn in schöner Regelmässigkeit in den Wahnsinn - immer dann nämlich, wenn wieder ein Pferd fehlt... Ich muss dann jedes Mal ein breites Grinsen unterdrücken. Sorgen mache ich mir ob dieser Selbständigkeit nicht mehr.
Hat sich doch bereits ihre Mutter in dem selben Alter den Titel "Zaunflutscher" verdient und Stutenfee Ingrid manchesmal ebenso zu Raserei getrieben:
"Alle Pferde stehen auf der Weide - nur nicht Fannie Mae, denn die steht im Getreide." Und manch ein besorgter Nachbar hat in der Vergangenheit schon bei meiner Stutenfee angerufen und sie gefragt ob sie nicht einen bunten Fuchs vermisse, denn so einer liefe gerade bei ihm durchs Feld - das war stets Fannie.
Ich war damals aufs höchste besorgt Fannie würde womöglich in hoch tragendem Zustand zu einem Ausflug in die Nachbarschaft aufbrechen und dabei ihr Fohlen quasi im Nirwana zur Welt bringen. Meine Sorge war jedoch unbegründet, zum abendlichen Weideauftreib war Fannie stets am Zaun zu finden, wenn auch auf der falschen Seite im fremden Feld, was wiederum für Aufruhr sorgte, denn wie bekam man den Ausreisser nun wieder durch den geschlossenen Zaun?

Heute also kam ich auf die winterliche Fohlenwiese am Wäldchen, auf der unsere diesjährigen Absetzer grasten - sechs an der Zahl, darunter zwei Hengstfohlen, die gerade erst ohne ihre Mütter laufen. Nebendran standen die sechs Stutfohlen vom letzten Jahr, darunter Bunny und die Luzifee. Die Mädels rauschten plötzlich davon, von einer unergründlichen Aufruhr getrieben, ich stand mitten drin. Ein raschelndes Geräusch, das konnte ich zunächst nicht zuordnen. Die beiden noch recht grünen Hengstfohlen auf der benachbarten Wiese tobten ebenso in Aufruhr umher - zu dritt.
Zu dritt?
Ich musste zweimal hingucken bis mir klar wurde dass meine schwarze Perle Rarität erneut durch die Litze geschlüpft war (das rascheln...) und die Wiese gewechselt hatte. Nur um jenseits des Zaunes die beiden Hengstfohlen zu adoptieren und fortan mit den beiden ihrer Wege zu ziehen.
Ich musste hellauf lachen.
Pferdezüchter mögen der Vererbung mitunter durchaus mystische Eigenschaften andichten - aber eines ist ganz offensichtlich:
Fannie's Heritibilität im Hinblick auf Zaunflutscherei ist so dominant wie ein Erbmerkmal nur dominant sein kann. In der Zuchtwertschätzung habe ich dafür allerdings noch keinerlei Indikation gefundnen. Vielleicht sollte ich das einmal als ein aufzunehmendes Kriterium von grosser Werthaltigkeit beantragen?
Equine Eigenständigkeit kann man besser kaum definieren  ... und wir wollen doch selbstbewusste Rösser züchten?

Und als ich noch ein weiteres Mal ganz genau hingeguckt habe hätte ich schwören können dass die kleine Luzifee mir verschmitzt zugezwinkert hat - ein kleiner Teufel eben durch und durch. Eine echte Rarität und ganz genau so schätze ich sie.


25. Juni 2011

Zwei Monate ist es her, seit wir die Luzifee krankheitsbedingt aus der Herde nehmen mussten. Diese halbe Portion von einem Pferd, die nur unwesentlich mehr Kilo auf die Waage bringt als ich, dürfte mittlerweile wohl in Relationen zu ihrem Körpergewicht das teuerste Pferd sein, das ich je gezogen habe - angefangen von der anspruchsvollen Decktaxe bis hin zu einem Berg von Klinik- und Tierarztkosten stellt man sich mitunter dann in der Tat auch mal die Sinnfrage...
Pferde züchten ist mir eine Leidenschaft - aber sollte Leidenschaft tatsächlich von Leiden kommen?
Und so ist es einfach schön wenn man Rösser hat, die einem bei der Beantwortung derart schwergewichtiger Sachverhalte dann doch hilfreich zur Seite stehen wenn es darauf ankommt - die Luzifee jedenfalls hat heute abend die Frage nach dem Sinn der Sache auf ihre ganz eigene Art beantwortet und keinen Zweifel daran gelassen, dass man die Dinge mitunter eben nicht in Mark und Pfennig sondern schlicht in Bauchgefühl und ganz tiefer Befriedigung zu messen hat.
Nachdem Stutenfee Ingrid und ich uns in den letzten Tagen mit dem Schrittführen abgewechselt haben um das Pferdchen nach langer Boxenruhe langsam wieder ans Laufen zu bekommen, haben wir die Luzifee heute abend erstmals seit langer Zeit wieder in ihre wohlverdiente und sehr gegönnte Freiheit auf die Wiese entlassen - sie hat es auf ihre Art gedankt.
Es war ein echter Augenschmaus das junge Pferd plötzlich ganz gross am Zaun entlangrauschen und eine ganz private Schau nur für uns inszenieren zu sehen - und alle waren gekommen:
die Jährlingsstuten standen an der einen Zaunseite Spalier, die zweijährige Herde der Luzifee auf der anderen - welch ein Fest!
Ein gutes Dutzend aufgeregter junger Stuten und alle rauschten sie daher, die pechschwarze kleine Rarität gab auf ihrer Seite des Zaunes den Ton an - und was für ein Ton war das! Momente, die man wahrlich nicht oft erlebt und ganz sicher nicht so inszenieren kann. Damit war die Sinnfrage dann auch hinreichend beantwortet und ich freue mich für meine kleine schwarze Perle, dass ihr Leben nun alsbald wieder in geordneten Bahnen verlaufen wird, so wie es sich für ein junges Pferd gehört.
Die nächsten Tage wird sie noch mit den beiden Ponies neben der Stutenherde laufen, bis sie dann endgültig auch wieder Einzug in ihre angestammte Gruppe halten wird. Und jetzt wird es mir erst recht im nächsten Jahr die grösste Freude sein, diesen schwarzen Rohdiamanten an Silas Seite anzureiten und auszubilden. Ich kann es kaum erwarten, sie nach Münster in den Stall zu holen. Manchmal weiss man die Dinge eben erst so richtig zu schätzen, wenn man sie zu verlieren droht.
                          Kleine Luzifee - ich hab dich richtig gern!

                         endlich wieder im Herdenverband!

 

28.4.2012

Der Frühling ist da und die Luzifee wird Zuchtstute! Riva hat heute den Hof Altepost verlassen und wird den wohl schönsten Stutensommer gemeinsam mit ihrem charmanten Weidepartner verbringen - einen Sechser im Lotto darf man das wohl aus Sicht eines Pferdes nennen und ich freue mich auf reichlich Sonnentage im satten grünen Gras mit der Kamera in der Hand!

               
                   

                                                               

Fotoalbum Riva

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Damline Information:
Riva's dam Fannie Mae was nominated "Premium Foal" at the foal inspection Heinsberg, July 2003 - Silver Medal
MPT Telgte, June 13th, 2006 - placed 2cd out of 20 mares scoring 7,97
single scores: trott 8,0  canter 8,5  walk 7,5  ridability/judges 8,0  ridability/testrider 8,5  freejumping 7,5
Fannie Mae is the 5th out of 5 full siblings by Fidermark, all of them were nominated "Pemium Foals" , amongst them auction foals.
full brother Fair Play*2002 Champion of the Rhineland Ridinghorses 2005
full sister Fabrice*1998 MPT Telgte placed 1st out of 21 mares scoring 8,39
single scores: trott 8,5  canter 8,5  walk 8,0  ridability/judges 9,0  ridability/testrider 8,5  freejumping 8,0

Riva is half sibling to Sawadee *2008 (Oldenburg Premium foal, sold to the Netherlands) and Sansibar *2007, Oldenburg Premium colt, preselected for the Oldenburg Verband's Auction, sold to Paul Schockemöhle as a stallion prospect

Sireline Information:
Why Rohdiamant?


Midnight - deep asleep and dreaming.
The phone rings - is it just a dream?
No. But it is about a dream to become true:
Fannie Mae has given birth to a filly by Rohdiamant!

A black pearl, a true rarity and i am overly happy!
This is the mostly desired filly i have been hoping and waiting for so badly - six heat cycles for Fannie to finally get pregnant, eleven months of hope and wait...
Fifteen days ahead of time - it just had to be a filly!
Fannie has had a strong udder for days, last night milk started running and oviously, it was about the time for her to give birth. 
She walked up and down in her stall and wouldn't lie down. The foal's food was already visible when she finally did lie down, then it only took a few moments for the foal to slip out completely - amazing!
Fannie however was eager to let noone come nearby her newborn princess - greatest careful mum of all, she is!
Finally, this morning she allowed for me to sit in her stall and watch them both in peace and happiness - so joyful. So content.
Thank you, Fannie, you did great!

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