Ionia xx * 12.4.2000
Züchter: Dr. H. Mitze
Literat xx *1965
Surumu xx *1974
Surama xx *1970
Acatenango
xx *1982
Aggressor xx *1955
Aggravate xx *1966
Raven Locks xx *1945
Ennis xx *1954
Pentathlon xx *1964
Palmural xx *1957
Ipenta xx
*1986
Dschingis Khan xx *1961
Immer Toller xx *1980
Istanbul xx *1964
das Bild ist ein Schnappschuss - weshalb die
Öhrchen fehlen... aber ich finde es verkörpert
soviel Dynamik u Ausdruck dass man es einfach
zeigen MUSS...
das
vollständige Pedigree von Ionia bis hin zur 9. Generation
Eigenleistung:
2003 - 2005 17 Flachrennen, darunter 1 Sieg und 4 Plätze
10. Mai 2006 - Stutenschau Ankum; Eintragung in das Hannoversche Hauptstutbuch
Eintragungsnoten u.a. Elastizität und Schub im Trab 8, Sattellage 8, Rahmen 8,
Vordergliedmassen 8.
Mutterstamm:
Iwanowitsch xx *1978, Ldb Celle, von Illix xx/Orsini xx a.d. Istanbul
Intervall xx *1974, Rhld./Trak., von Perseus xx a.d. Inka (Zweig der
Immenkönigin a.d. Immertreu)
Nachzucht:
27. März 2007 Stutfohlen von Brentano II -
Balahé
3. April 2008 Stutfohlen von
Brentano II - Brooklyn
4. Mai 2008 tragend von
Benetton Dream
Ionia,
das "Igelchen", steht für Idealismus, Hoffnung, Kreativität und nicht zuletzt
Risiko und auch ein gewisses Mass an Leichtsinn.
Seit ich mich intensiver mit der Pferdezucht auseinandersetze war es mein Traum
mit einer Vollblutstute zu züchten. Aus dem Traum wurde bald ein fixe Idee, und
in diese fixe Idee habe ich in den letzten Wochen und Monaten sehr sehr viel
Zeit und Arbeit, unendliche Stunden an aufwendiger Recherche und Reisen zur
Besichtigung diverser Vollblutstuten investiert. Das Igelchen ist das Ergebnis
all dieser Mühen und verkörpert für mich die Hoffnung auf eine zukünftige
Stammstute, den Grundstein eines blutgeprägten wohlbedachten und irgendwann
einmal hoffentlich konsolidierten Mutterstammes aus dem dann vielleicht einmal
die Sportpferde von morgen entspringen
Ionia ist selber über drei Jahre aktiv Rennen gelaufen und hat damit bewiesen
dass sie die notwendigen Voraussetzungen im Hinblick auf Härte und Gesundheit
mitbringt, die wir uns von einem Vollblüter bei seinem Einsatz in der
Warmblutzucht wünschen. Und obwohl ich selber der Rennleistung eines Vollblüters keinen Wert für seinen
Nutzen als Veredler in der Warmblutzucht einräume verkörpert Ionias Abstammung
alles was die deutsche Vollblutzucht einmal groß gemacht hat.

Ionia in Führung - fotografiert von Maria Junge
www.Dresdens-Galopper.de
Ihr
Vater Acatenango gehört sicher zu den deutschen Spitzenvererbern im Rennsport
die sich auch über die Grenzen der Vollblutzucht hinaus einen Namen gemacht
haben. Acatenago ist neben Mondrian und Temporal einer von drei Surumu-Söhnen
die jeweils das Deutsche Derby für sich entscheiden konnten. Acatenango ist
Vater der deutschen Derbysieger Lando und
Borgia und stellt aktuell mit Blue Canari den diesjährigen Sieger im Prix du
Jockey-Club (frz. Äquivalent zum Derby). Und
wie es der Zufall will: an
diesem Wochenende gewinnt mit Nicaron ein Sohn des Acatenango wieder einmal das
Deutsche Derby in Hamburg, zweiter wird der ebenfalls von Acatenango stammende
Night Tango. Beide galten als Aussenseiter...
Die ausführliche Geschichte des Acatenango habe ich
hier aufgeschrieben - eine Hommage an einen Hengst der bereits zu Lebzeiten
Geschichte schrieb - viel Spass beim stöbern!

An Schicksal mag ich nicht glauben, so ist wohl nur ein grosser Zufall dass ich
selber noch im letzten Winter das Glück hatte Acatenango auf Fährhof besuchen zu
dürfen. Er präsentierte sich als Pferd dem man sicher sein Alter ansah, das aber
sein Rentnerdasein in vollen Zügen zu geniessen wusste und dem Lebensfreude und
Geist aus den Augen sprachen - ich konnte mich damals nicht von seiner Weide
lösen. Die beiden Fotos vonAcatenango habe ich während
unseres Besuches dort aufgenommen. Kurze Zeit später kam dann die traurige Nachricht über seinen Tod im
verdienten Alter von 23 Jahren. Selbst die deutsche Presse liess es sich nicht
nehmen dieses aussergewöhnliche Pferd mit einem
Nachruf zu ehren.
Acatenango galoppierte für das Gestüt Fährhof in seiner vierjährigen Rennkarriere
knapp zwei Millionen DMark ein, seine Nachkommengewinnsumme dürfte bis heute bei
etwa € 14 Millionen liegen. Das klingt sicherlich beeindruckend, was ich aber
für sehr viel erwähnenswerter weil aussagekräftiger halte ist die Tatsache dass
es sich dabei im Durchschnitt fast ausschliesslich um Rennen mit Distanzen von
über 2000 Metern Länge handelt - er scheint seinen Kindern also echtes
Stehervermögen mitzugeben und das ist in meinen Augen das einzige
rennsportspezifische Merkmal mit Aussagekraft für die Warmblutzucht.
Steherdistanzen und die Tatsache dass die eigenen Erfolge über eine Mehrzahl von
Jahren im aktiven Rennsport errungen wurden - darauf kommt es an im Hinblick auf
Härte und Gesundheit, die beiden Haupteigenschaften neben der Veredlung des
Exterieurs, das ist es was wir vom Vollbluteinsatz in der Warmblutzucht erwarten
müssen.
Grossvater Surumu trägt wohl alle Titel die der deutsche Turf seinen
bedeutendsten Vererben zu vergeben hat:
selber Derbysieger wurde er zum Championdeckhengst, mehrfach Championhengst der
Mutterstuten um dann schliesslich 1992 endgültig zum Championvererber gekürt zu
werden. Über Literat Birkhahn Alchimist und Herold stammt er geradewegs aus den
sagenumwobenen Leistungsstämmen der Vorkriegszeit die über ihren Einfluss
insbesondere auf die damalige Trakehnerzucht noch heute in den meisten deutschen
Sportpferdezuchten verankert sind. Wer Freude hat am Studium dieser alten
Ursprungslinien dem kann ich Köhlers "Morjen, Herr Landstallmeister!" nur
wärmstens ans Herz legen.
Und wer einfach nur noch ein paar persönliche Worte aus meiner Feder zu
Surumu
lesen möchte der liest bitte
hier
weiter...
Ionias
Grossvater mütterlicherseits ist Pentathlon xx, ein in England geborener
Schimmel, der als besonders "hart" beurteilt wurde. Sein höchstes GAG lag bei
102 kg, in der deutschen Vollblutzucht stand er jahrelang in der Spitzengruppe
der Vaterpferde. Er lief 2- bis 5jährig und verzeichnete bei 25 Starts zehn
Siege und elf Plätze.
Das Foto zeigt ihn in frühen Jahren vor einem Rennen, er war bis ins hohe Alter
auf dem Gestüt
Hof Ittlingen stationiert. Sein in der Vollblutzucht bekanntester Sohn dürfte wohl der
Schimmel Limbo sein. Ich erinnere mich noch gut an ein Jahr meiner Kindheit, als
die alljährliche Wahl zum "Galopper des Jahres" anstand und neben Windwurf eben
die beiden hier besprochenen Hengste Limbo und Surumu zur Wahl standen ... Meine
Wahl fiel damals auf Windwurf, der den Titel auch errang - gewonnen habe ich
trotzdem nichts dabei und war höchst unglücklich darüber - und ein kleiner
Treppenwitz der Geschichte ist es sicherlich, dass die beiden letztgenannten
mir dann später einmal vereint im Pedigree meiner eigenen Vollblutstute über den
Weg laufen sollten... In der deutschen Warmblutzucht fand Pentathlon Einzug über
seinen Sohn Don Pedro, der den bei den Trakehnern wirkenden Anglo Araber Dorpas
zeugte. Der aktuell im Brandenburgischen Haupt- und Landgestüt stationierte
Leopardstown xx von Monsun stammt aus einer Mutter von Pentathlon.
Mit Frescobaldi fand ein weiterer Sohn des Pentathlon bei den Hannoveranern ein
zu Hause, dessen Wirken aber nur von zweifelhaftem Erfolg gekrönt war und daher
recht bald ein Ende fand.
Was
mir persönlich besonders an Ionias Pedigree gefällt ist die Inzucht auf
Birkhahn. Birkhahn erblickte im März 1945 auf dem Preussischen
Hauptgestüt
Altefeld das Licht der Welt. Während
meiner Frankfurter Zeit fuhr ich einige Male nach Altefeld und hatte damals das
grosse Vergnügen mit dem Gestütsherrn Manfred Graf auf einem seiner
Vollblutnachkommen dort ausreiten zu dürfen. Wenn mir damals schon in dem
Ausmass wie heute bewusst gewesen wäre um welch geschichtsträchtige Stätte es
sich hier handelte - ich glaube ich wäre niemals wieder abgesessen...
Brikhahn darf mit Fug und Recht als legendär bezeichnet werden, sein Einfluss
auf die deutsche Vollblutzucht ist so weit verbreitet wie erfolgreich, daher
habe ich ihm eine eigene Seite gewidmet,
die kleine
Geschichte einer grossen Legende und ganz gewiss lesenswert, wie ich
meine.... bitte
hier
weiterlesen!
Zielgerichtete Inzuchten
auf Birkhahn lieferten zahlreiche Spitzenpferde, allen vorab sicherlich
Lando
(v. Acatenango), der auf die rechten Geschwister Liberty und Literat ingezogen ist. Beide sind
direkte Söhne des Birkhahn und beide sind auch über den fallenden Mutterstamm
gleich dreifach auf Birkhahns Vater Herold ingezogen. Aktuell ist
das jüngste Glied dieser Kette, Paolini, dabei ein neues Kapitel seiner
Ahnenreihe zu schreiben. Paolini (v. Lando a.d. Prairie Darling) gilt als erfolgreichster deutscher Galopper
aller Zeiten und tritt nun seine Laufbahn als Beschäler im Gestüt Ittlingen an.
Sein Bruder Platini (v. Surumu a.d. Prairie Darling; Gestüt Harzburg) ist ihm in der Zucht einige erfolgreiche
Jahre voraus. Mit dem WM-Sieger Epalo hat sich neben Paolini ein weiterer Sohn
des Lando für einen Beschälerposten qualifiziert.
Vielbesprochen sicherlich auch Acatenangos Sohn Sabiango, Halbbruder zu Silvano (beide aus der Spirit of
Eagles), dreifacher Gruppe-I Sieger und "umständehalber" nach Frankreich
verschlagen und damit wohl dem direkten potentiellen Einfluss auf die deutsche
Vollblutzucht entzogen. Dennoch - das Erbe des Birkhahn ist unauslöschbar mit
der deutschen Vollblutzucht und ihren Erfolgen verwoben.
Dark Ronald Herold Alchimist Birkhahn Literat Surumu Acatenango Lando Paolini -
eine unendliche Geschichte.
Das I-Tüpfelchen in Ionias Abstammung liefert der Mutterstamm, die dritte
Grossmutter Immer Toller ist eine direkte Tochter des legendären Dschingis Khan.
Dschingis Khan ist einer von vier bedeutenden Söhnen des Tamerlane die selbst
die deutsche Warmblutzucht nachhaltig beeinflusst haben. Neben Alpenkönig und
Marlon, der bedeutenden Einfluss auf die holsteiner Zucht nahm, dürfte Shogun aus seiner Zeit als Landbeschäler in Celle einigen ein Begriff sein. Als
Meisterstück des Dschingis Khan kann man sicherlich seinen Sohn
Königsstuhl
bezeichnen. Königsstuhl, ein Sohn der Königskrönung, ist bis heute das einzige
Pferd in Deutschland dass es zum Träger der Dreifachen Krone brachte. Sein wohl
erfolgreichster und bekanntester Sohn ist der noch heute auf Schlenderhahn im Deckeinsatz stehende
Monsun.
Der Einfluss der alten Zoppenbroicher K-Familie ist aus beiden Zuchten
heute nicht mehr wegzudenken. Diese kann man wohl mit recht als eine der
bedeutendsten, wenn nicht die bedeutendste deutsche Stutenfamilie neben der der
Schwarzgold bezeichnen (letztere übrigens ebenfalls eine Tochter des Alchimist
und damit Halbschwester zu Birkhahn). Stammstute der K-Familie ist die 1945 in Altefeld
geborene Kaiserwürde die sechs Fohlen brachte, u.a.die beiden Vererber
Kaiseradler und Kaiserstuhl. Kaiseradlers rechte Schwester Kaiserkrone brachte
wiederum sieben Fohlen, darunter die beiden bekanntesten wohl Kronzeuge und
Orsini. Aktuellste Vertreter dieser Linie derzeit auf deutschen Galopprennbahnen
sind die beiden Hengste
Kartago und KönigTurf, beide Söhne des Big Shuffle.
Und auch hier gilt wohl: Kaiserwürde - eine unendliche Geschichte.
Heute ist Ionia wohlbehalten in ihrer neuen Heimat in Münster angekommen.
In den nächsten Wochen möchte ich sie einfach etwas besser kennenlernen und auch
reiten bevor sie dann endgültig zu den anderen Stuten zur Familie Altepost
umziehen wird. Derzeit geht sie zusammen mit Shannon auf die Wiese und fällt
unter all den Warmblütern natürlich so richtig als filigrane "halbe Portion"
auf - einen neuen Freund und grossen Verehrer hat sie auch schon gefunden: Tony,
unser Stallmeister, selber lange Jahre Gestütsleiter auf einem Vollblutgestüt,
hat sie sogleich ins Herz geschlossen und ob man es glaubt oder nicht: beim
ersten freilaufen lassen in unserer grossen Halle hatte sie trotz ungewohnter
Umgebung
und reichlich neuer Eindrücke nichts anderes zu tun als in grösster
Gelassenheit beständig neben Tony herzudackeln - als würden die beiden sich
schon ewig kennen. Das erwartete rumtoben und losgaloppieren blieb völlig aus,
das Igelchen war die Ruhe in Person und ich bin mir nicht sicher wer von uns
beiden mehr Freude an dieser Demonstration grössten Selbstverständnisses hatte:
Tony oder ich... Selbst als sie dann das erste mal zu Shannon auf die Weide ging
mussten wir die beiden tatsächlich erst ein wenig flott machen um sie einmal
traben und galoppieren zu sehen - will heissen: Shannon trabte und galoppierte
und markierte den Matcho und das Igelchen trabte mal eine Runde mit rauf - und
dann wieder runter - und landete immer wieder schnaubend in der Mitte der Wiese
um sich im wesentlich anzusehen was Shannon da so trieb. Aber was gingen uns bei
diesen Trabsequenzen die Augen auf: anders als erwartet ist ihre bevorzugte
Gangart tatsächlich der Trab und nicht der Galopp. Und wie sie trabt! schön
locker, tatsächlich mit dem nötigen Durchschwung ausgestattet den wir in der
Warmblutzucht sehen wollen, und dabei mit herrlich runder Mechanik in Vorder-
und Hinterbein, selbst im normalen Trab noch gut unter den Schwerpunkt tretend.
das war wirklich mehr als wir zu hoffen gewagt hatten! Dazu der wirklich sehr
gute Schritt, aus der Box raus vom Fleck weg schön durchgeschritten mit gutem
Übertritt. Liebes Igelchen: wenn du all das an deine Fohlen auch so weiter gibst
dann will ich schon mehr als glücklich sein !
Drei Tage später: Shannon hat das Kunststück fertiggebracht dem Igelchen in
weniger als drei Tagen die Rosse ihres Lebens zu bescheren... da konnte ich
einfach nicht nein sagen und habe spontan die Gelegenheit beim Schopf gepackt
und das Igelchen morgens um fünf (man will ja rechtzeitig wieder zurück im Büro
sein :-) zur Deckstelle nach Ankum gefahren - dort ist sie diese Woche ebenfalls
von Brentano II besamt worden. Kurz vor Toreschluss, sozusagen, die Hengste
rücken am 15. Juli aus um zurück nach Celle zu gehen.
Ob das nun eine vernünftige Entscheidung war oder nicht - das weiss der Himmel.
Selbst wenn alles gut geht ist ein Junifohlen -noch dazu ein Halbblutfohlen-
doppelt schwer durch die Meriten einer späten Geburt belastet. All dessen bin
ich
mir wohl bewusst. Und doch bin ich davon überzeugt dass die Anpaarung mit
Brentano an eine Vollblutstute -die sich selber als geschlossenes Pferd mit
einem guten Hinterbein auszeichnet- nicht verkehrt sein kann - getreu meinem
Motto: "Blut benötigt Blut um vorteilhaft zu wirken!" hoffe ich auf die Gene des
Black Sky xx, Bleep xx und Marcio xx, allesamt in der dritten und vierten
Generation des Brentano vertreten, die vorzüglich Anschluss finden sollten in
den mehr als prominenten xx-Genen die das Igelchen selber beizusteuern hat. In
drei Wochen wissen wir mehr. Sollte das Igelchen wirklich aufgenommen haben dann
wünsche ich mir ein gesundes und hoffentlich bewegungsstarkes Halbblutfohlen das
dem züchterischen Wirken seines prominenten Vaters in jeder Hinsicht gerecht
wird. Und dann sollte auch ein spätes Geburtsdatum von keinerlei Makel mehr sein.
August 2005: leider hat Ionia resorbiert - es wäre auch zu schön gewesen - nun
sei ihr also ein entspanntes Weideleben im Kreis der Stutenherde gegönnt bis sie
dann im Frühjahr aufs Neue von Brentano II besamt werden wird.
Im April 2006 erscheint Ionia xx im
Zuechterforum- nun ist das Igelchen sogar berühmt, wer hätte das gedacht?
10. Mai
2006 - heute war Ionias grosser Tag in Ankum bei der
Stutenschau zwecks Eintragung in das hannoversche Hauptstutbuch. Ich hatte mir
eine Menge Gedanken gemacht im Vorfeld ob das auch alles so klappt wie ich mir
das wünsche - aber am Ende wurden meine Hoffnungen dann sogar noch bei weitem
übertroffen: Nicht nur wurde das Igelchen ordnungsgemäss ins Hauptstutbuch
aufgenommen - sie bekam auch noch Traumnoten dafür von der Kommission!
Eine "8" für Elastizität und Schwung im Trabe - als ich das las wurden mir
richtig die Knie weich - , eine
weitere 8 für die Sattellage, noch eine für den Rahmen und zu guterletzt noch
eine 8 für die Vordergliedmassen - ausgerechnet der Schritt, eigentlich ihre
Paradedisziplin, kam nur mit einer mageren 6 davon, aber ich muss zugeben: den
hat sie in ihrer Aufregung auch nicht gezeigt... (es sei ihr verziehen - was für
Noten!)
und ich kann gar nicht sagen wie sehr ich mich über dieses Ergebniss freue,
bestätigt es doch dass ich mich eben nicht in dem Pferd verguckt habe als ich
sie damals auf meiner ausgedehnten Suche nach einer Vollbutstute endlich für
mich gefunden hatte - es ist eben doch etwas ganz anderes Tag für Tag
Warmblutpferde zu sehen und im stillen zu beurteilen und sich seiner Meinung
vielleicht auch sicher zu sein als plötzlich so ein Vollblut nach
Warmblutmasstäben zu messen... ich freue mich jedenfalls so richtig von Herzen
darüber und hoffe nun dass am Wochenende vielleicht noch die Bestätigung kommt
dass sie tragend ist von Brentano II - am Wochenende hat sie ihren 18-Tage
Termin und das wäre einfach das Tüpfelchen auf dem "I" - Ionia eben, mein
Igelchen ...
14. Mai 2006: Ionia ist tragend von Brentano II und ich bin überglücklich!
Wir hoffen auf eine gesunde Trächtigkeit und ein schönes Halbblutfohlen im
nächsten Frühjahr...
Sommer 2006: Ionia geniesst tragend das Leben in der
Stutenherde!

27. März 2007: das Igelchen bringt ein gesundes Stutfohlen von Brentano II zur
Welt - Balahé ist da!
19. Mai 2007: vorhin schellte das Telefon und es sprach eine Kinderstimme:
"hier ist Amelie Altepost!
ich soll sagen, in Ionia ist ein neues Fohlen drin!"
soooo süss....
und ich konnte Kinder- und Stutenmutter Ingrid dahinter förmlich strahlen SEHEN!
...
damit ist das Igelchen also als erste im Bunde meiner Stuten dieses Jahr endlich
tragend... sie trägt seit dem 1. Mai von Brentano II und ich hoffe sehr dass es
auch so bleibt!
3. April 2008: Ionia bringt ihr zweites Stutfohlen zur Welt,
Brooklyn ist da!
21. Mai 2008: wie auch im letzten Jahr ist das Igelchen wieder die erste im
Bunde meiner Stuten die tragend ist - sie trägt seit dem 4. Mai vom
Bundeschampion Benetton Dream und ich freue
mich sehr darüber - ein wenig Ansporn und Bestätigung tun wohl wenn man zweimal
eine Strecke von 500 Kilometern als Samenkurier auf sich genommen hat im festen
Glauben dass "ganz" frisch eben doch noch ein kleines bisschen besser als "nur"
frisch ist ... - liebes Igelchen:
bitte mach das beste draus!
Fotoalbum Ionia
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